Blutplasmatherapie (= Eigenbluttherapie, ACP,PRP)

Foto Skelett Hand Fuß
Foto Wirbelsäule

Es han­delt sich um eine indi­vi­du­el­le Gesund­heits­leis­tung (IGEL) außer­halb der übli­chen Kassenmedizin

Indi­ka­ti­on der Blutplasmatherapie:

Gelen­ke der Arme und Beine: 

Beschleu­ni­gung von Hei­lungs­vor­gän­gen bzw. Ver­mei­dung von Ope­ra­tio­nen bei Durch­blu­tungs­stö­run­gen, Ver­let­zun­gen, Ver­schleiß sämt­li­cher Gelenk­struk­tu­ren (Knor­pel, Kno­chen, Bän­der, Gelenkkapsel)

Eine beson­ders gute Wir­kung ist vor allem gege­ben bei leich­ten bis mit­tel­schwe­ren Ver­schleiß­erkran­kun­gen (Arthro­sen, Grad 1–3), aber auch bei soge­nann­ten begin­nen­den Osteo­ne­kro­sen bzw. Knor­pel­schä­den wie Meniskusschäden.

Wir­bel­säu­le:  

Bei den klei­nen Wir­bel­ge­len­ken gel­ten die glei­chen Gedan­ken, die schon bei der Bespre­chung der Gelen­ke von Armen und Bei­nen bespro­chen wur­den. Von beson­de­rer Bedeu­tung sind jedoch auch die ent­zün­dungs­lin­dern­den Wir­kun­gen der Blut­plas­ma­the­ra­pie bezüg­lich der ner­ven­na­hen Weich­teil­ge­we­be bzw. knö­cher­nen und knor­pe­li­gen Strukturen.

Auch eine soge­nann­te epi­du­ra­le Sprit­ze im Bereich der rücken­marks­na­hen Struk­tu­ren ist bei chro­ni­schen Schmer­zen auf­grund dege­ne­ra­ti­ver Ver­än­de­run­gen der Band­schei­ben und knö­cher­nen Struk­tu­ren in die­sem Bereich denk­bar und erfolgreich.

Sport­or­tho­pä­die:

Wie schon im Abschnitt Sport­or­tho­pä­die bespro­chen, ist eine För­de­rung der Hei­lung bei sport­be­ding­ten Schä­den oder auch bei Ver­let­zung von Mus­keln, Seh­nen und Bän­dern mit Hil­fe der Blut­plas­ma­the­ra­pie mög­lich. Der Hei­lungs­vor­gang wird beschleu­nigt, Ope­ra­tio­nen kön­nen ver­mie­den werden.


Ziel der Therapie:

  • Wie­der­auf­bau des ver­letz­ten Gewebes
  • Hem­mung von schmerz­haf­ten Entzündungsvorgängen
  • Ver­bes­se­rung der Beweglichkeit
  • Ver­zö­ge­rung des Fort­schrei­tens der Krank­heit und der
  • Not­wen­dig­keit eines künst­li­chen Gelenkes
  • Redu­zie­rung von Schmerz­mit­teln und even­tu­el­len Nebenwirkungen


Wir­kungs­be­ginn Eigenbluttherapie:

Viel­fach beginnt die Wir­kung kurz­fris­tig, aber spä­tes­tens nach 3–5 Wochen, kann aber 6–12 Mona­te oder län­ger anhalten.

Häu­fig­keit Eigenbluttherapie:

1x/ Woche (3–6 Anwen­dun­gen je nach Krankheitsfall)

Sicher­heit:

Es wird aus­schließ­lich kör­per­ei­ge­nes Gewe­be ver­wandt. Die Behand­lung ist in lang­jäh­ri­gen kli­ni­schen Stu­di­en über 10 Jah­re erprobt. Durch eine beson­de­re Spit­zen­tech­nik ist das Sys­tem geschlos­sen. Es besteht somit nahe­zu kei­ne Gefahr einer rele­van­ten Nebenwirkung.

Wirk­me­cha­nis­mus:

Erforscht sind mole­ku­la­re, mikro­sko­pi­sche, aber auch mit blo­ßem Auge sicht­ba­re Fol­gen der Blutplasmatherapie.

Das Wirk­prin­zip von plätt­chen­rei­chem Plas­ma beruht auf den Blutplättchen.

Mit Hil­fe der Zen­tri­fu­ga­ti­on kön­nen, mit blo­ßem Auge sicht­bar, zwei Bestand­tei­le des Blu­tes gewon­nen wer­den. Einer­seits Blut­plas­ma, das gelb­lich durch­sich­tig erscheint und sehr vie­le Blut­plätt­chen ent­hält, ande­rer­seits aber auch rot erschei­nen­des sehr zäh­flüs­si­ges Blut, von dem die Blut­plätt­chen mit Hil­fe der Zen­tri­fu­ga­ti­on getrennt wurden.

Die Blut­plätt­chen ent­hal­ten über 100 Wirk­stof­fe (Mole­kü­le), die eine gro­ße Bedeu­tung für den Umbau von Zel­len und Gewe­be haben.

Sie wir­ken ent­zün­dungs­lin­dernd, för­dern Auf­bau­pro­zes­se, blo­ckie­ren Abbau­pro­zess durch Wachs­tums­fak­to­ren und ver­än­dern die Abwehr­vor­gän­ge örtlich.

Sie wir­ken bei Ent­zün­dun­gen ent­zün­dungs­lin­dernd. Sie för­dern die Ver­meh­rung von Knor­pel­zel­len und Kno­chen­zel­len, was für die Rege­ne­ra­ti­on von Knor­pel und Kno­chen­ge­we­be von Bedeu­tung ist. Sie ver­bes­sern die Kollagen- und Pro­teo­gly­ka­no­pro­duk­ti­on, die­ses ist ins­be­son­de­re für Seh­nen und Bän­der von Bedeu­tung. Sie för­dern auch die Gefäßbildung.

Vor­be­rei­tung des Patienten: 

Der Pati­ent soll­te an dem Tag der Blut­ab­nah­me vor­her mög­lichst viel trinken.

Er soll­te am Abend vor­her und auch am Mor­gen des Tages der Blut­ab­nah­me sich mög­lichst fett­arm ernäh­ren. Eine hoch­gra­di­ge fett­hal­ti­ge Ernäh­rung macht das Blut fett­rei­cher und das abge­nom­me­ne Blut ist dann weni­ger wirkungsvoll.

Wenn mög­lich soll­te der Pati­ent vor der Sprit­zen­the­ra­pie auf Medi­ka­men­te ver­zich­ten, die auf die Blut­plätt­chen hem­mend wir­ken und er soll­te mög­lichst auch kurz­fris­tig Blut­ge­rin­nungs­hem­mer absetzen.

Die­ses ist nicht unbe­dingt erfor­der­lich, ist jedoch güns­tig für die Wir­kung der Spritze.

Der Pati­ent wird dies­be­züg­lich in der Pra­xis beraten.


Behand­lungs­ab­lauf:
       

Blut­ent­nah­me aus der Armvenen

Trenn­ver­fah­ren zur Gewin­nung der kör­per­ei­ge­nen Wirk­stof­fe in kon­zen­trier­ter Form.

Injek­ti­on die­ser Wirk­stof­fe in die betrof­fe­ne Region.

Bild Blutabnahme
Foto von Zentrifuge
Injektion Muskel